Basiswissen DaZ / Durchgängige Sprachbildung

BASISWISSEN DAZ / DURCHGÄNGIGE SPRACHBILDUNG

GRUNDLAGENLITERATUR

BILDUNGSSPRACHE UND DURCHGÄNGIGE SPRACHBILDUNG

SCAFFOLDING

GENERATIVES SCHREIBEN

GANZTAG

MEHRSPRACHIGKEIT

SONSTIGES

LINKS


GRUNDLAGENLITERATUR

• Bainski, Christiane/Krüger-Potratz, Marianne (Hrsg.) (2010) Handbuch Sprachförderung. Essen: Neue Deutsche Schule Verlagsgesellschaft. (ISBN: 10-3-87964-309-1)
Dieses Handbuch bietet einen guten Überblick über aktuelle Forschungskonzepte und Strategien nachhaltiger Sprachförderung. Durch die Vorstellung vielfältiger erprobter Beispiele aus der schulischen Arbeit werden viele Anregungen und Hilfen für die eigene Praxis gegeben.

• Benholz, Claudia/Rau, Sarah (2011) Möglichkeiten der Sprachförderung im Sachunterricht der Grundschule. Kompetenzzentrum ProDaZ der Universität Duisburg-Essen.
Am Beispiel des Sachunterrichtes werden in diesem Artikel Schritte zur effektiven (fach-) sprachlichen Förderung im Regelunterricht beschrieben.

• Fürstenau, Sara (2009) Lernen und Lehren in heterogenen Gruppen. In: S. Fürstenau/M. Gomolla (Hrsg.) (2009): Migration und schulischer Wandel: Unterricht. Wiesbaden, S. 61-84.
Die Autorin beschäftigt sich in diesem Beitrag mit der Fragestellung, wie die Vielfalt der sozio-kulturellen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und für das Lernen konstruktiv genutzt werden kann

• Grießhaber, Wilhelm (2010) Spracherwerbsprozess in Erst- und Zweitsprache – Eine Einführung, Universitätsverlag Rhein-Ruhr OHG.
Der Autor will  Studierende, besonders die, welche keine sprachwissenschaftlichen Kenntnisse haben, in den Themenkomplex “Spracherwerbsprozesse in Erst- und Zweitsprache”  einführen.
“Behandelt werden u.a.: Erwerbsschritte und klassische Hypothesen zur Erklärung des Erst- und Zweitspracherwerbs, die Rolle des Wortschatzes im Spracherwerb, der Grammatikerwerb, das Vorlesen, Aspekte der Medienrezeption im Vorschulbereich, der Schriftspracherwerb, das Erzählen im vorschulischen und schulischen Bereich und Aspekte von Alter und sozialen Bedingungen für den Zweitspracherwerb.” (s. Einband der Publikation). Jedes Kapitel beginnt mit einem Überblick und aktuellen Forschungsfragen, themenbezogen werden die zentralen Theorien und Begriffe übersichtlich und mit zahlreichen Praxisbeispielen erläutert und am Ende der Kapitel gebündelt. Aufgaben fordern zum Selbststudium auf, Lösungen am Ende des Buches stützen das Lernen. Linguistische Begriffe sind in einem Glossar  aufgelistet.
Kommentar: Die einzelnen Kapitel sind sehr informativ untergliedert, leider wurde dies nicht ins Inhaltsverzeichnis übertragen.

• Hoffmann, Reinhild / Weis, Ingrid (2011) Deutsch als Zweitsprache – alle Kinder lernen Deutsch. Berlin: Cornelsen (ISBN 978-3-589-05155-7)
Die Autorinnen geben in diesem Buch eine praxisorientierte Einführung in theoretische Grundlagen, zeigen verschiedene methodische Möglichkeiten auf und erläutern Umsetzungsbeispiele aus der Unterrichtspraxis.

• Kniffka, Gabriele/Siebert-Ott, Gesa (2007) Deutsch als Zweitsprache: Lehren und lernen. Paderborn: Schöningh. (ISBN: 978-3-8252-2891-0)
Dieser Band gehört zur Reihe StandardWissen Lehramt und ist auf die Bedürfnisse von Lehramtsstudierenden zugeschnitten. Entsprechend sind in den einzelnen Beiträgen Übungen eingebettet. Es wird  eine gut strukturierte Einführung in die Didaktik des Deutschen als Zweitsprache geboten. Vermittelt werden die notwendigen Grundlagen im Bereich der Fachkompetenz, der didaktisch-methodischen Kompetenz sowie der Diagnose-, Beurteilungs- und Förderkompetenz. Zudem gibt es Beiträge zum Umgang mit Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt im Unterricht.

• Rösch, Heidi (Hrsg.) (2003) Deutsch als Zweitsprache: Unterrichtspraxis Grundschule, Grundlagen, Übungsideen, Kopiervorlagen. Braunschweig: Schroedel. (ISBN 3-507-41295-0)
Das Buch ist als Begleitmedium für die DaZ-Förderung und als Hilfestellung für die systematische Förderung der Sprachkompetenz von Kindern anderer Herkunftssprachen im alltäglichen Unterricht konzipiert. Neben linguistischen und didaktischen Grundlagen, die praxisorientiert dargestellt werden, enthält es einen Ideenteil, der praktische Tipps für Ideen und Aktivitäten liefert und Kopiervorlagen zur Verfügung stellt.

• Tracy, Rosemarie (2007) Wie Kinder Sprache lernen und wie wir sie dabei unterstützen können. Tübingen: Francke. (ISBN: 978-3-7720-8224-5)
Ein unterhaltsam geschriebenes, gut zu lesendes Fachbuch, das wie im Vorwort beschrieben eine Brücke zwischen der (Sprach-)Wissenschaft und dem pädagogischen Alltag schlagen möchte. Unterstützt durch eine Vielzahl von Praxisbeispielen, Kinderäußerungen, Grafiken führt die Autorin durch die Stufen des frühen kindlichen Spracherwerbs bei deutschsprachigen Kindern und zeigt an Fallstudien die Erwerbsschritte von deutschsprachigen Kindern sowie von Kindern mit Russisch, Türkisch und Arabisch als Erstsprache auf.  Dabei erhalten die Pädagoginnen und Pädagogen gezielte Hinweise zur Beobachtung der sprachlichen Entwicklung und erfahren, welche Fördermaßnahmen den (Zweit-) Spracherwerb stützen. Frau Tracy plädiert neben ganzheitlicher Förderung für ein systematisches Sprachangebot. In weiteren Kapiteln weist sie auf die Chancen von Mehrsprachigkeit sowie des gleichzeitigen Erwerbs zweier Erstsprachen hin. Zahlreiche Exkurse und Gedankenexperimente fordern zum Mitdenken und Querdenken auf.

• Universität zu Köln, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Humanwissenschaftliche Fakultät (Hrsg.) (2013) European Core Curriculum für Inclusive Academic Language Teaching. Adaption des europäischen Kerncurriculums für inklusive Förderung der Bildungssprache Nordhrein-Westfalen (NRW), Bundesrepublik Deutschland.
Das Europäische Kerncurriculum “Inclusiv academic language teaching”, das im Rahmen des Comenius – Projektes “EUCIM-TE” (2008 – 2010) entstanden ist,  trägt dem neuen Qualifikationsbedarf von Lehrkräften Rechnung, statt des Ansatzes des gesonderten, additiven Zweitsprachenunterrichts einen  “inklusiven” Unterricht anzustreben, bei dem nicht nur die sprachlichen Fächer (der jeweiligen Landessprachen), sondern insbesondere auch die Sachfächer berücksichtigt werden. Der Fokus liegt dabei auf der spezifischen Bildungssprache der Schule (,academic language’). Ein integriertes Unterrichten der Zweitsprache erfordert Veränderungen im Curriculum der Lehrbildung. Alle Lehrenden müssen für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ethnischer und sprachlicher Minderheiten qualifiziert sein. Das Ziel dieses Projekts ist, die Aus- und Weiterbildung aller Lehrpersonen hinsichtlich der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zu verbessern, indem ein kompetenzbasiertes, europäisches Kerncurriculum für die Lehraus- und Weiterbildung ausgearbeitet und national angepasst wird.

BILDUNGSSPRACHE UND DURCHGÄNGIGE SPRACHBILDUNG

• Dobutowitsch, Friederike / Neumann, Ursula / Michel, Ute / Salem, Tanja (Hrsg.) (2013): Netzwerke durchgängiger Sprachbildung 2. Qualitätsmerkmale für Sprachbildungsnetzwerke. Münster: Waxmann (ISBN 978-3-8309-2986-4)
In dem zweiten Teil der Handreichung werden neun Qualitätsmerkmale für Sprachbildungsnetzwerke beschrieben. Es werden Anregungen und Hilfestellungen für Umsetzungsstrategien und den Umgang mit Systemhürden angeboten.

• Gogolin, Ingrid (2010) Was ist Bildungssprache? In: Grundschule Deutsch, Heft 4, S. 4-5.
Das Konzept der Bildungssprache ist eines der zentralen Ergebnisse des Modellprogramms „Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (FörMig)“. In diesem Beitrag wird das Konzept erläutert.

• Gogolin, Ingrid / Lange, Imke / Hawighorst, Britta / Bainski, Christiane / Heintze, Andreas/Rutten, Sabine / Saalmann, Wiebke in Zusammenarbeit mit der FÖRMIG-AG Durchgängige Sprachbildung: Qualitätsmerkmale für den Unterricht.
In diesem Heft sind sechs Qualitätsmerkmale „Durchgängiger Sprachbildung“, d.h.  Eigenschaften und Besonderheiten eines bildungssprachförderlichen Unterrichts beschrieben, die im Rahmen des FörMig-Programmes herausgearbeitet und konkretisiert wurden.

• Gogolin, Ingrid / Lange, Imke (2011) Bildungssprache und Durchgängige Sprachbildung. In: S. Fürstenau/M. Gomolla (Hrsg.) (2011): Migration und schulischer Wandel: Mehrsprachigkeit. Wiesbaden, S. 107 – 127.

• Gogolin, Ingrid / Lange, Imke / Michel, Ute / Reich, Hans H. (Hrsg.) (2013) Herausforderung Bildungssprache – und wie man sie meistert. FörMig Edition 9, Münster u.a.: Waxmann.
Der Band behandelt im ersten Teil in verschiedenen Beiträgen die Grundlagen der „Bildungssprache“ und im zweiten Teil Aspekte der Durchgängigen Sprachbildung wie Sprachdiagnostik, Förderung der Mehrsprachigkeit und bildungssprachförderliches Lehrerhandeln. Damit gibt er einen sehr guten Einblick in den wissenschaftlichen Diskussionsstand zu unterschiedlichen Facetten des sich entwickelnden Feldes „Bildungssprache“. Das Buch eignet sich zur theoretischen Vertiefung der eigenen Unterrichts- und Schulentwicklungspraxis. In dem ersten Teil des Beitrages wird das Konzept der Bildungssprache vorgestellt. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die „Durchgängige Sprachbildung“ im gesamten Unterricht, die sich aus dem Konzept der Bildungssprache ableitet.

• Neugebauer, Claudia / Nodari, Claudio (2013) Förderung der Schulsprache in allen Fächern: Praxisvorschläge für Schulen in einem mehrsprachigen Umfeld. Bern: Schulverlag plus (ISBN 978-3-292-00734-6)
In diesem praxisorientierten Buch mit DVD steht die Frage im Mittelpunkt, wie alle Lernenden an mehrsprachigen Schulen sprachlich gefördert werden können. Die vorgestellten Methoden und Materialien wurden in zwei Schulentwicklungsprojekten (netzwerk sims und QUIMS) entwickelt. Im Eingangskapitel werden zunächst Prämissen zur Sprachförderung in mehrsprachigen Schulen beschrieben, die in den folgenden Kapiteln in den Bereichen Hören und Lesen, Sprechen und Schreiben, Wortschatz und Grammatik umgesetzt werden. Das abschließende Kapitel erläutert Voraussetzungen und Bedingungen für einen nachhaltigen Schulentwicklungsprozess.

• Salem, Tanja / Neumann, Ursula / Michel,  Ute / Dobutowitsch, Friederike (Hrsg.) (2013): Netzwerke für durchgängige Sprachbildung 1. Grundlagen und Fallbeispiele. Münster: Waxmann (ISBN 978-3-8309-2985-7)
In dem ersten Teil der im Rahmen des FörMig-Programmes erarbeiteten zweiteiligen Handreichung werden Bedingungen und Voraussetzungen für den Aufbau und die Etablierung von Sprachbildungsnetzwerken erläutert.

• Tajmel, Tanja (2011) Sprachliche Lernziele des naturwissenschaftlichen Unterrichts.
In diesem Beitrag wird der Stellenwert des sprachlichen Handelns und der Konkretisierung und Transparenz der sprachlichen Lernziele im Unterricht herausgearbeitet.

SCAFFOLDING

• Quehl, Thomas (2009) Sprachbildung im Sachunterricht der Grundschule. In: Lengyel, Drorit/Reich, Hans H./Roth, Hans-Joachim/Döll, Marion (Hrsg.): Von der Sprachdiagnose zur Sprachförderung. FörMig Edition 5, Münster u.a.: Waxmann, S. 193-205.
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit „Scaffolding“, einem Ansatz in der Zweitsprachendidaktik, der sprachliches und fachliches Lernen miteinander verbindet. Auf Basis der Analyse von Unterrichtstranskripten aus dem Sachunterricht einer vierten Klasse werden die sprachbildenden Möglichkeiten dargestellt, die sich aus einem an diesem Ansatz orientierten Unterricht ergeben.

• Quehl, Thomas (2010) Die Möglichkeiten des Scaffolding. In: Grundschulunterricht Deutsch 04/2010, S. 28-33.
Anhand von Beispielen aus dem Sachunterricht zeigt der Beitrag wie mit dem Scaffolding-Ansatz fachliches und sprachliches Lernen verbunden werden können.

• Quehl, Thomas/Scheffler, Ute (2008) Möglichkeiten fortlaufender Sprachförderung im Sachunterricht. In: Bainski, Christiane/Krüger-Potratz, Marianne (Hrsg.): Handbuch Sprachförderung, Essen: Neue Deutsche Schule Verlagsgesellschaft, S. 66-79.
Anhand von vier Aspekten für eine systematische Planung – Verwendung eines Planungsfeldes, Berücksichtigung der Mitteilungsbereiche, Akzentuierung des Mündlichen, Sachtexte lesen und verstehen – werden Möglichkeiten der fortlaufenden Sprachförderung im Sachunterricht dargestellt und durch Beispiele illustriert.

• Quehl, Thomas / Trapp, Ulrike (2013): Sprachbildung im Sachunterricht der Grundschule. Mit dem Scaffolding-Konzept unterwegs zur Bildungssprache. Münster: Waxmann (ISBN 978-3-8309-2894-2)
Diese Handreichung führt in die sprach- und lerntheoretischen Zusammenhänge des Scaffolding-Konzepts als eine umfassende didaktische Möglichkeit der Verbindung von fachlichem und sprachlichem Lernen ein. Der beiliegende Film eine “Eine Pfütze am Himmel heißt nicht Pfütze!” zeigt exemplarisch Unterricht nach dem Konzept des Scaffoldingansatzes   in einer dritten Grundschulklasse.
Scaffolding wird im Buch sowohl als Konzept und als Methode gesehen. Im theoretischen Teil  wird Bezug genommen auf die Systemisch Funktionale Grammatik (SFG) des britischen Sprachwissenschaftlers M.A.K. Halliday, der u.a. die soziale Funktion von Sprache herausstellt, um Bedeutung herzustellen,  in Abgrenzung zur deutschen Grammatiktradition, die das Sprachsystem in das Zentrum stellt.
Die Autorinnen weisen darauf hin, dass Scaffolding eine bewusste Haltung zu einem sprachreflektierenden Handeln bedeutet, als eine allgemeine Haltung auf Seiten der Lehrperson, die alle Bereiche im Umgang mit Kindern betrifft und alle kommunikativen Zusammenhänge beinhaltet. Scaffolding lässt sich daher nicht in einer Situation oder Unterrichtseinheit als eine Methode unter vielen einsetzen. Es geht um eine bewusste Gestaltung kommunikativer Situationen, in denen gemeinsam Bedeutung (vgl. SFG Halliday) hergestellt wird.
Um im hier gezeigten Sachunterricht den Übergang  von der  Alltags- zur Bildungssprache  zu gestalten, werden Planungsrahmen  als Instrument zur Vorbereitung des eigenen Unterrichts vorgeschlagen und am Beispiel eines Modellrahmens werden die  Unterrichtsstunden zum Wasserkreislauf skizziert

GENERATIVES SCHREIBEN

• Rosebrock, C./Nix, D./Rieckmann, C./Gold, A. (2011) Leseflüssigkeit fördern – Lautleseverfahren für die Primar- und Sekundarstufe; Kallmeyer/Klett.
Studien, wie z.B. die Expertise “Wirksamkeit von Sprachförderung” des Mercator-Instituts 2013,  haben belegt, dass die Förderung der Leseflüssigkeit – besonders durch Lautleseverfahren – erfolgreich ist. Die o.g. Verfasser unterstreichen die Bedeutsamkeit der Leseflüssigkeit bei (basalen) Leseprozessen: Leseflüssigkeit als Voraussetzung des Textverstehens. Nach einem kurzen theoretischen Abriss, in dem ein didaktisches Lesekompetenzmodell vorgestellt sowie Leseprozesse aus kognitionspsychologischer Sicht beleuchtet werden, werden in Kapitel 2 und 4 erprobte Methoden des Lautleseverfahrens, besonders das Lautlesetandem dargestellt. Kapitel 3 führt in die Leseflüssigkeitsdiagnose (Kapitel 3.22 Lesbarkeitsindex Lix) ein, nennt Kriterien für die Auswahl geeigneter Texte und gibt Hinweise zur Beobachtung leseschwacher SuS. Im umfangreichen Anhang finden sich Materialien (z.B. Lückentexte, Vorlagen für individuelle Leseprotokolle) zur Erprobung im Unterricht. Alle Materialien können mit Hilfe der beiliegenden CD ausgedruckt werden.

• Sträuli Arslan, Barbara / Mächler, Stefan / Neugebauer, Claudia (2007) Leseknick Lesekick. Leseförderung in vielsprach. Schulen, Handbuch 1. bis 9. Schuljahr. Zürich: Lehrmittelverlag. (ISBN 978-3-03713-128-2)
Das praxisorientierte Handbuch hat zum Ziel die Schulen darin zu unterstützen, die konkreten Rahmenbedingungen ihrer Leseförderung zu überprüfen, ein Konzept zur Leseförderung zu entwickeln und hierbei die Zusammenarbeit mit Bibliotheken und den Eltern gezielt zu berücksichtigen. Zu jedem behandelten Themenbereich gibt es Qualitätsmerkmale zur Planung und Überprüfung des Vorgehens.

• Schoenbach, Ruth / Greenleaf, Cynthia / Cziko, Christine / Hurwitz, Lori (2010) Lesen macht schlau. Neue Lesepraxis für weiterführende Schulen. Berlin: Cornelsen. (ISBN 978-3-589-22199-8)
Vorstellt wird in diesem Buch das Programm »Reading Apprenticeship« (Leseausbildung: Vom Leselehrling zum Lesemeister), ein in Kalifornien erfolgreich praktizierter Ansatz der Leseförderung für weiterführende Schulen. Das Konzept basiert auf einer ganzheitlichen Schulung, die Schwerpunkte der Förderung liegen in den Bereichen Einstellungen zum Lesen, Lesekompetenz und Lesestrategien.

GANZTAG

• Hein, Anke / Prinz-Wittner, Viktoria (2011) Beim Wort genommen. Chancen integrativer Sprachbildung im Ganztag. Heft 20 der Reihe: „Der GanzTag in NRW“ der Serviceagentur „Ganztägig lernen in Nordrhein-Westfalen“.
Die Broschüre regt Prinzipien an und zeigt Möglichkeiten auf integrative Sprachbildung in der Ganztagsschule auszubauen und zu etablieren.

MEHRSPRACHIGKEIT

Bernhard, Gerald (Hg.) (2013) Mehrsprachigkeit im Ruhrgebiet, Tübingen.
Aufsätze zum Thema „Mehrsprachigkeit in kommunalen und religiösen Einrichtungen“; Sprachbiographien

• Busch, Britta (2013) Mehrsprachigkeit, Wien.
Sprachrepertoire – eine Subjektperspektive (Biographische Zugänge) /Sprachideologien – eine Diskursperspektive (Sprachenpolitik, Sprachenhierarchien, Integration-durch-Sprache Diskurs) /Sprachregime – eine Raumperspektive (Multilinguale Sprecher_innen in monolingualen Institutionen und Organisationen, Unterrichtsmodelle im Umgang mit Mehrsprachigkeit)

Chilla, Solveig / Rothweiler, Monika / Babur, Ezel (2013) Kindliche Mehrsprachigkeit. Grundlagen – Störungen – Diagnostik ; mit 5 Tabellen, München.
Charakteristika des Sprachgebrauchs mehrsprachiger Kinder; Diagnostik im Kontext von Mehrsprachigkeit; Unterstützung von mehrsprachiger Entwicklung und Sprachförderung im Deutschen

• Döll, Marion (2012) Beobachtung der Aneignung des Deutschen bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen. Modellierung und empirische Prüfung eines sprachdiagnostischen Beobachtungsverfahrens, Münster.
In diesem Band werden zunächst zentrale Diskussionen und Kontroversen aus dem Themenfeld Sprachdiagnostik nachgezeichnet (z.B. zu Verfahrensarten, Kompetenzmodellen sowie Normen und Maßstäben bei der Leistungsbeurteilung). Sodann werden die Niveaubeschreibungen selbst sowie das Vorgehen und die Ergebnisse einer Prüfung von Validität, interner Konsistenz, Reliabilität und Beobachtergenauigkeit vorgestellt.

• Ekinci, Yüksel (2013) Migration, Mehrsprachigkeit, Bildung. Tübingen.
Beiträge zur Mehrsprachigkeit in der Gesellschaft / Mehrsprachigkeit im vorschulischen Bereich / Mehrsprachigkeit im Unterricht / Sprachdiagnostik in mehrsprachigen Kontexten

• Erfurt, Jürgen (Hg.) (2013) Mehrsprachigkeit und Mehrschriftigkeit. Sprachliches Handeln in der Schule, Duisburg (Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie ; S. 83).
In dem Band werden einige Studien (z.B. Duarte, Gogolin, Siemon: Mehrsprachigkeit im Fachunterricht am Übergang in die Sekundarstufe II – erste Ergebnisse einer Pilotstudie) vorgestellt, in denen das Augenmerk  besonders auf die Nutzung der bereits  vorhandenen sprachlichen Ressourcen sowie ein entsprechender Ausbau der sprachlichen Repertoires gerichtet wird.

Fürstenau, Sara / Gomolla, Mechthild (2011) Migration und schulischer Wandel: Mehrsprachigkeit, Wiesbaden.
Der Band fokussiert Ansätze einer umfassenden sprachlichen Bildung, die sowohl Deutsch als Bildungs- und Schulsprache als auch Migrantensprachen berücksichtigen und die in Prozesse der Unterrichts- und Schulentwicklung eingebunden sind. Es geht u.a. um migrationsbedingte Mehrsprachigkeit als Bildungsvoraussetzung sowie um Traditionen, Rahmenbedingungen und Modelle des Umgangs mit sprachlicher Heterogenität in der Schule.

• Gawlitzek, Ira (Hg.) (2013) Mehrsprachigkeit und Kinderliteratur, Stuttgart.
Aufsätze zu den Themen Mehrsprachige literarische Bildung – Neue Konzepte für den Literaturunterricht / Bedeutung von Kinderliteratur für die Sprachförderung mehrsprachiger Kinder

• Hinnenkamp, V. (2010) Vom Umgang mit Mehrsprachigkeiten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 8, S. 27-32.

Hinrichs, Uwe (2013) Multi Kulti Deutsch. Wie Migration die deutsche Sprache verändert, München.
Migrantensprachen (Sprachenportraits); Migrantendeutsch; Veränderungen im Deutschen

• Hoffmann, Ludger / Ekinci, Yüksel (Hg.) (2011) Sprachdidaktik in mehrsprachigen Lerngruppen. Vermittlungspraxis Deutsch als Zweitsprache, Baltmannsweiler.
Im Mittelpunkt des Bandes stehen Beiträge, die eine gelungene Praxis der Mehrsprachigkeit, der Sprachförderung, des Fachunterrichts wie des Deutschunterrichts sowie der Elternarbeit beschreiben und zum Übertragen in die eigene Praxis anregen können. Der Band enthält darüber hinaus Beiträge zu einer kontrastiven Didaktik.

• KIESEL-Gesamtpaket: KIESEL-Unterrichtsmaterialien und Sprachenportraits (10 Broschüren und 1 CD)
Konzipiert für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren bietet das KIESEL-Paket Unterrichtsmaterialien, Spiele, Sprachvergleiche und Hörbeispiele für eine Entdeckungsreise durch die Welt der Sprachen. Der ergänzende Band “Sprachenportraits” enthält Hintergrundinformationen zu 38 Sprachen (Schulsprachen, Sprachen des muttersprachlichen Unterrichts, der anerkannten Volksgruppen, Nachbarsprachen etc.). Die umfangreiche und bewährte Sammlung unterstützt LehrerInnen dabei, die Neugier ihrer Schülerinnen und Schüler für Sprachen zu wecken, eine positive Haltung gegenüber anderen Sprachen und deren SprecherInnen zu entwickeln und das Bewusstsein für ein mehrsprachige Gesellschaft zu fördern (Angaben des ÖSZs)
Das KIESEL-Gesamtpaket kann über die ÖSZ-Website oder den BMUKK-Publikationenshop angefordert werden. Die einzelnen Bände stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.
• KIESEL neu, Heft 1
Dober dias! Buenos dan! Sprachliche und kulturelle Vielfalt entdecken und feiern. Praxisvorschläge für Sprachenworkshops und Sprachenaktionen für die Grundschule und die Sekundarstufe I
• KIESEL neu, Heft 2
Handreichung zum guten Umgang mit schulischer Mehrsprachigkeit
Die aktuellen Hefte 1 und 2 bieten Vorschläge für Sprachenworkshops und Sprachenfeste sowie Tipps zum gelungenen Umgang mit Mehrsprachigkeit (www.oesz.at)

• Oomen-Welke, Ingelore / Dirim, Inci (Hg.) (2013): Mehrsprachigkeit in der Klasse. Wahrnehmen – aufgreifen – fördern, Stuttgart.
Hintergrundanalysen, Unterrichtskonzepte, Methoden und Materialien zur Förderung von Mehrsprachigkeit im Rahmen des Deutschunterrichts, der  – auch im Sinne der durchgängigen Sprachbildung – die gegebene  Sprachenvielfalt aufgreifen und nutzen sowie allgemeinsprachliche, sprachenübergreifende und fachsprachliche Aspekte vertiefen soll.

• Reich, Hans H. / Krumm, Hans-Jürgen (2013) Sprachbildung und Mehrsprachigkeit. Ein Curriculum zur Wahrnehmung und Bewältigung sprachlicher Vielfalt im Unterricht, Münster u. a.

• Sarter, Heidemarie (2013) Mehrsprachigkeit und Schule. Eine Einführung, Darmstadt.
Stellenwert und Charakter der Mehrsprachigkeit im Wandel; Mehrsprachigkeit in der Schule – Sprachenvielfalt als Ausgangspunkt und Zielsetzung

Selimi, Naxhi (2013) Familiäre und institutionelle Einflüsse auf die Sprachentwicklung mehrsprachig aufwachsender Kinder. Hintergründe, Befunde, Familienprofile, Baltmannsweiler.
Anhand von empirisch gesicherten Familienprofilen wird exemplarisch aufgezeigt, dass die Bildungsprozesse milieuspezifisch eingebettet und je nach Familienhabitus unterstützend oder hemmend für die sprachlich-soziale Entwicklung eines Kindes sind. Es wird zudem ein Einblick in die sprachlich-kulturellen Facetten der Kinder aus Familien des südosteuropäischen Raums gegeben.

Schmölzer-Eibinger, Sabine (2013) Sprachförderung im Fachunterricht in sprachlich heterogenen Klassen, Stuttgart.
Didaktisch-methodische Anregungen für Lehrkräfte aller Fächer für gezielte Sprachförderung im Sinne eines „sprachaufmerksamen Fachunterrichts“ in sprachlich heterogenen Klassen

Steinlen, Anke K. und Rhode, Andreas (Hg.) (2013) Mehrsprachigkeit in bilingualen Kindertagesstätten und Schulen.: Voraussetzungen – Methoden – Erfolge, Berlin.
Beiträge, die für die Fachtagungen des Vereins für Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen entstanden sind. Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis beschreiben, wie Kinder auf natürlichem Weg und ohne Überforderung Sprachen erfolgreich erwerben können. Der erste Teil beleuchtet Grundlagen des Erwerbs neuer Sprachen und die Prinzipien von Immersion. Der zweite Teil nimmt praktische Aspekte rund um Immersion in den Blick: Wie lässt sich ein bilingualer Kindergarten aufbauen, wie eine bilinguale Schule? Wie muss die Fremdsprache verwendet werden? Wie werden geeignete Methoden und Medien ausgewählt? Wie können Eltern einbezogen werden? Wie profitieren Kinder mit Migrationshintergrund vom Immersionsverfahren?

SONSTIGES

• Bilinguale Kinderbücher “ZOE & THEO” (D-Türkisch, D-Arabisch, D-Persisch, D-Kurdisch, D-Polnisch und D-Russisch)

• Gornik, Hildegard/Weise, Anja (2009) “Da steckt immer wem drin, wer was kriegt.” In: Praxis Deutsch 214/2009, S. 18 ff.
Am Beispiel des Begriffs „Objekt“ wird in diesem Beitrag erläutert, wie funktionales grammatisches Wissen durch Lernaufgaben aufgebaut und durch Leistungsaufgaben abgefragt werden kann.

LINKS

www.uni-due.de/prodaz
- Online-Materialien zur Sprachbildung – nach Schulstufen, Fächern und Fertigkeiten.
- Informationen zu Herkunftssprachen
- Überblicke zu sprachlichen Phänomenen
- Vertiefte Betrachtungen des Deutschen

www.foermig.uni-hamburg.de
Website des FörMig-Kompetenzzentrums mit Informationen, Links und Literaturhinweisen