Interkulturelle Sensibilisierung

INTERKULTURELLE SENSIBILISIERUNG

GRUNDLAGENLITERATUR

ANREGUNGEN FÜR DIE PRAXIS

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

LINKS


GRUNDLAGENLITERATUR

Auernheimer, Georg (2007) Einführung in die interkulturelle Pädagogik. 5. ergänzte Auflage. Darmstadt.
Georg Auernheimer beschreibt die Grundprinzipien einer multikulturellen Gesellschaft und macht den Leser mit Konzepten und Kontroversen um antirassistische Erziehung und bikulturelle Bildung vertraut. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei den Zielen interkultureller Pädagogik sowie der Praxis interkultureller Bildung und Erziehung in Schule, Jugend- und Sozialarbeit.

Auernheimer, Georg (Hg.) (2010) Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität, 3. Auflage. Wiesbaden.
Der Band vereint eine Reihe von Aufsätzen, die sich kritisch mit dem Konzept interkultureller Kompetenz und der entsprechenden Praxis auseinandersetzen. Der Blick wird von kulturellen Differenzen weg auf die Machtasymmetrien bei interkulturellen Kontakten gelenkt. Dabei geht es um Denkanstöße zu einer reflexiven Haltung.

Boos-Nünning, Ursula (2011) Migrationsfamilien als Partner von Erziehung und Bildung, Expertise im Auftrag der Abtlg. Wirtschaft und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dezember 2011.
Zu bestellen über www.fes.de.
Aktuelle Forschungsergebnisse erhellen Ursachen der häufig nicht ganz einfachen Partnerschaft zwischen Pädagogen und Eltern. Erziehungswerte, Erziehungsstile, und Krisen stehen dabei im Fokus.

Erll, Astrid / Gymnich, Marion (2007) Interkulturelle Kompetenzen. Erfolgreich kommunizieren zwischen den Kulturen. Stuttgart.
Das Buch vermittelt einen umfassenden Überblick über das Thema: Interkultureller Kompetenz. Es beschreibt den Bedeutungsgehalt von Kultur und geht insbesondere auf (interkulturelle) Kommunikation und Schwierigkeiten in der Kommunikation ein.

Gogolin, Ingrid / Krüger-Potratz Marianne (2010) Einführung in die Interkulturelle Pädagogik. 2. durchgesehene Auflage. Opladen.
Das Buch bietet einen übersichtlichen Einblick in die Herausbildung und den derzeitigen Stand der erziehungswissenschaftlichen Teildisziplin. .

Holzbrecher, Alfred (2008) Interkulturelle Pädagogik, 5. Auflage. Berlin.
Ausgezeichnete Einführung in Theorie und Praxis interkultureller Pädagogik mit Arbeitsvorschlägen, Literaturtipps und guten Internetlinks. Viele Bezüge zur Schulpraxis.

Karakasoglu, Yasemin (2009) Das multikulturelle Klassenzimmer.

Kumbier, Dagmar / Schulz von Thun, Friedemann (Hg.) (2006) Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele. Reinbek bei Hamburg.
Basierend auf dem bekannten Kommunikationsmodell Schulz von Thuns beleuchten die Autoren in ihren Aufsätzen anhand konkreter Beispiele interkulturelle Konflikte und Ansätze zu ihrer Überwindung. Das Buch enthält die von Schulz von Thun entwickelten Instrumente zum vertieften Verständnis von Kommunikation und Problemen in der Interaktion von Personen und Gruppen. Dabei zeigt sich die Nützlichkeit dieser Instrumente auch zum besseren Verstehen von Kulturkonflikten in der Kommunikation, aber auch zur Relativierung der Zuschreibung von Konfliktursachen zur kulturellen Zugehörigkeit von Personen.

Landesinstitut für Lehrerbildung und Stadt Hamburg: Elternratgeber: Vielfalt in der Schule.
www.li-hamburg.de/bie erschienen in verschiedenen Sprachen
Sehr praktische Fragen und Antworten z.B. zu Klassenfahrten, Sport- und Schwimmunterricht, Sexualerziehung…(eigentlich für die Hand der Eltern, da aber von den Adressen her auf Hamburg bezogen in NRW besser für die Hand der LehrerInnen geeignet).

Mecheril, Paul: Anerkennung des anderen als Leitperspektive interkultureller Pädagogik? Perspektiven und Paradoxien.

Mecheril, Paul: Diversity. Differenzordnungen und ihre Verknüpfungen in: Heinrich-Böll-Stiftung: Dossier Politics of Diversity.

Friedrich Verlag / Klett: SCHÜLER 2009, Migration. Seelze.
Das Heft vereint eine Vielzahl gut lesbarer Aufsätze hochkarätiger Autor/inn/en. In fünf Kapiteln geht es oft sehr anschaulich um folgende Themen: 1. Mit Differenzen umgehen, 2. Einwanderung und Politik, 3. Sprachkompetenz fördern, 4. Bildungschancen eröffnen, 5. Lebenswelten und Kulturen. Zur Sprache kommen z.B. “Fremdheitsbilder im Schulbuch”, “Schullaufbahn als Hindernisparcours” oder “Die Kopftuchdebatte in Deutschland”.

Schanz, Claudia (2008) Tool: Praxismodul für eine interne Fortbildung von Kindertagesstätte und Grundschule zum Einstieg in eine interkulturelle und an Mehrsprachigkeit orientierte systemische Qualitätsentwicklung, in: forum Lehrerfortbildung, Heft 42, 23-29, Hildesheim.

Schanz, Claudia (2008) Wege zur interkulturellen Schulentwicklung, in: forum Lehrerfortbildung, Heft 42, 16-22, Hildesheim.
Die beiden Aufsätze stehen stellvertretend für das insgesamt hervorragende Heft. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wie “die sprachliche und interkulturelle Förderung von Kindern zum Bestandteil der Qualitätsentwicklung einer Einrichtung” gemacht werden kann. Hierzu werden hier und in anderen Beiträgen auch eine Reihe von “TOOLS” zur Verfügung gestellt, die den Prozess der Schulentwicklung unterstützen können.

Schwaiger, Marika (2011) Qualitätsmerkmale und Beispiele gelungener Elternbeteiligung zugunsten der Sprachbildung an Ganztagsschulen in NRW (Primarbereich und Sekundarbereich I), in: Hein, Anke / Prinz-Wittner, Viktoria : Beim Wort genommen! Chancen integrativer Sprachbildung im Ganztag. Heft 20 der Reihe Der GanzTag in NRW, hg.v. Institut für soziale Arbeit e.V. Münster/Serviceagentur “Ganztägig lernen in Nordrhein-Westfalen”.
Sehr anregender Artikel zu einem zentralen Thema interkultureller Schulentwicklung.

Zeitschrift Pädagogik – 9 2011:Themenheft VIELFALT GESTALTEN.
Darin kurze Artikel zu: Einführung in den Schwerpunkt, zur interkulturellen Schulentwicklung, zur Zusammenarbeit mit Eltern sowie “Vielfalt auch in die Lehrerzimmer” und einiges mehr.

ANREGUNGEN FÜR DIE PRAXIS

Ackermann, Zeno / Auner, Caroline / Szczebak, Elzbieta (2006) Einwanderungsgesellschaft als Fakt und Chance, Praxishandbuch für Schule und Jugendarbeit. Schwalbach/Ts.
Im ersten Teil des Bandes (Kapitel 1 und 2) finden sich gut zusammengefasst Fakten zu “Deutschland als Einwanderungsland” und zur “Lebenslage der Migranten”. Das in der politischen Bildungsarbeit verwurzelte Autorenteam geht dabei pragmatisch orientiert auf Begrifflichkeiten (z.B. Migranten) und Problemstellungen (z.B. Vorurteile) ein. Im zweiten Teil finden sich Seminarkonzepte, die jedoch erst für die Sekundarstufen relevant sind.

Anne Frank Stiftung (Hg.) (2001) Das bin ich – International. Berlin
Zu bestellen über das Anne Frank Zentrum.
Lehr- und Lernmaterial zur interkulturellen Bildung und Erziehung in Kindergarten und Klasse 1 und 2 der Grundschule.

Bertelsmann Stiftung, Bertelsmann Forschungsgruppe Politik (Hg.) (2004) Eine Welt der Vielfalt. Praxishandbuch für Lehrerinnen und Lehrer – Ein Trainingsprogramm des A WORLD OF DIFFERENCE-Institute der Anti-Defamation League, New York in der Adaption für den Schulunterricht. 3. Aufl. Gütersloh.
Praxistaugliche Gesamtkonzeption mit zahlreichen, detailliert beschriebenen Unterrichtseinheiten, von denen einzelne auch schon in der Primarstufe (ggf. adaptier) verwendet werden können. Besonders erhellend ist jedoch die Einführung in die Philosophie des Programms. Hier geht es vor allem auch um die Haltungen der Lehrkräfte als wesentliche Basis für eine erfolgreiche Arbeit.

Bühs, Roland (2008) Materialien zur interkulturellen Erziehung in Kindergarten und Primarstufe. Zielgruppenspezifisches Handbuch basierend auf dem “Praxishandbuch für Lehrerinnen und Lehrer – Eine Welt der Vielfalt” der Anti-Defamation League, 3. Auflage. Berlin.

Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (Hg.) (2003) Handbuch Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Sekundarstufe. Berlin.
Bei Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC) handelt es sich um das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Basis ist eine Selbstverpflichtung in Form einer Unterschriftensammlung sowie die wiederkehrende Thematisierung des Themas an der Schule. Vielfältige Anregungen in einem Ordner.

Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (Hg.) Handbuch Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Grundstufe. Berlin.
Inzwischen gibt es eine Reihe von Primarschulen, die sich SOR-SMC angeschlossen haben. Speziell für die Primarstufe wird gezeigt, wie das Projekt durchgeführt werden kann und welche pädagogisch sinnvollen Aktionsformen / Aktivitäten möglich sind.

Handschuck, Sabine / Klawe Willy (2006) Interkulturelle Verständigung in der sozialen Arbeit – Ein Erfahrungs- Lern- und Übungsprogramm zum Erwerb interkultureller Kompetenz. 2. Aufl. Weinheim und München.
Das Material ist ein anregender, praxisbezogener und anspruchsvoller leitfaden zum Erwerb der für interkulturelle Verständigung notwendigen Kompetenzen, der einer theoriegeleiteten Verortung ebenso gerecht wird, wie dem Wunsch nach einer nachvollziehbaren handlungsorientierten Praxis.

Heidari, Mohammad: Wege aus der interkulturellen Konfrontation, Köln 2010
Zu bestellen über www.pro-dialog-koeln.de (für Seminarteilnehmer mit Rabatt)
Grundlegende, knappe Informationen zu den Herausforderungen im Umgang mit kultureller und ethnischer Vielfalt mit vielen Praxisbeispielen, schwerpunktmäßig aus dem pädagogischen Bereich. Ebenfalls vorhanden: ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um Migration.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Kooperation von Schule und Eltern mit Migrationshintergrund – wie kann sie gelingen?
Eine Handreichung für Schulen in benachteiligten Quartieren – Dieses Heft aus dem FÖRMIG Modellprogramm stellt Qualitätsmerkmale nicht nur vor, sondern gibt Anregung zur Umsetzung in die Praxis.

Mecheril, Paul u.a. (2010) Bachelor / Master: Migrationspädagogik. Weinheim und Basel.
Migration ist in unserer Gesellschaft in allen Lebensbereichen präsent, natürlich auch und gerade in der Schule. So wächst die Bedeutung der Migrationspädagogik in der Lehrerbildung stetig. Das Kurzlehrbuch stellt Fragen nach konkreten Herausforderungen und pädagogischen Konzepten und “beleuchtet die Art und Weise, wie […] in pädagogischen Handlungskontexten […] über Migration und Bildung gesprochen wird und welche pädagogischen Konsequenzen an welche Redeweise geknüpft sind.”

Roth, Juliana / Köck, Christoph (Hg.) (2004) Interkulturelle Kompetenz, Culture, Communication Skills. München.
Das vom Bayrischen Volkshochschulverband herausgegebene “Handbuch” handelt in acht Modulen verschiedenste Aspekte des Themas in Form eines Lernbuches mit Überprüfungsfragen ab. Hilfreich für eine erste Orientierung z.B. zu den Themen “Eigene Kultur”, “Kulturelle Fremdheit”, “Kulturelle Filter”, “Kulturgrammatik”, “Interkulturelle Kommunikation”.

Welsch, Wolfgang (1994) Transkulturalität – Die veränderte Verfassung heutiger Kulturen. Ein Diskurs mit Johann Gottfried Herder, in: VIA REGIA – Blätter für internationale kulturelle Kommunikation Heft 20 / 1994.

Zacharaki, Ioanna / Eppenstein, Thomas / Krummacher, Michael (Hg.). (2009) Praxishandbuch, Interkulturelle Kompetenz vermitteln, vertiefen, umsetzen. 3. Aufl. . Schwalbach/Ts.
Das Buch bezieht sich insbesondere auf den Sektor der sozialen Arbeit. Dennoch sind einige Aufsätze von grundsätzlichem Interesse, so etwa über “Werteorientierungen und Normenkonflikte”.

LINKS

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, www.bamf.de

Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, www.integrationsbeauftragte.de

Heinrich-Böll-Stiftung: Dossier Politics of Diversity, www.migration-boell.de

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen, www.ida-nrw.de